Oktober 30, 2016

FIVE DAYS IN BERLIN

B E R L I N

S E H E N - F Ü H L E N - E R L E B E N

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Am 05. September 2016 ging es von meiner Heimatstadt los in Richtung Berlin, für ganze fünf Tage. Gemischte Gefühle, die Neugierde, Aufregung und Vorfreude beschrieben breiteten sich in mir aus. Doch ein wenig Furcht bemerkte ich auch, wenn ich daran dachte, dass unser Hotel mitten in Kreuzberg und 100m entfernt von dem Halleschen Tor war. Doch das letzte Gefühl verschwand rasch, als wir die Gegend  zum ersten mal mit unseren Augen kennengelernt hatten, aber dazu kommen wir gleich noch mal zurück.




Nach einer ca. fünf Stündigen Busfahrt, atmeten wir gegen 17 Uhr  endlich die ´´Berliner´´- Luft ein.  Der erste Eindruck, den ich in den Gedanken hatte war ,, Ich hatte mir Berlin eigentlich viel größer und schöner vorgestellt.´´ Doch das, dass   ziemlich absurd klang merkte ich schnell. Ich meine, wie viel kann man denn von einer Stadt sehen, wenn man  erst seit zehn Minuten von der Autobahn ist und vor dem Hotel steht.  


Wilhelmstraße, Berlin Mitte




Nachdem wir unsere Zimmern ´´kennengelernt´´ haben und ´´eingezogen´´ sind, begann natürlich schon die erste Aktivität.  Hungrig und abgeschlagen von der langen Fahrt schlenderten wir etwa 400m lang zu der Topographie des Terrors . Ein Museum, bei dem es mehr oder weniger um die DDR bzw. um den Nationalsozialismus geht. ( Interesse? Klick auf den Namen, der LILA ist )
Als der etwas trockene Rundgang dann endlich seinen Ende nahm, überlegten wir uns als erstes, was wir essen sollten. Schnell war die Entscheidung gefallen bei Vapiano zu essen. Dank der Hilfe von unseren Smartphones fanden wir ´´schnell´´ heraus, wie die Adresse lautete und wie wir dahin kommen würden. Weil wir total ermüdet von der Fahrt waren, freuten wir uns, dass das Restaurant am Potsdamer Platz war, der sich 600m entfernt von unserem Hotel befand. Angekommen am Potsdamer Platz, fanden wir trotz unseren tollen Smartphones nicht das Restaurant ( So solche Vorfälle kamen in der Zeit in Berlin oft vor )
und entschieden uns anschließen dann bei Mc Donald´s  in der Mall of Berlin zu essen.  








Mall of Berlin, Potsdamer Platz Berlin







Ab dem Moment stellte ich rasch fest, dass die nächsten Tage in Berlin nur gut werden können. Die Mall und der Potsdamer Platz  ( unter den Berlinern auch : Little Manhatten genannt )  hatten mich in kürzester Zeit überzeugt. 




Potsdammer Platz ( aka. Little Manhatten ); Berlin Mitte


,,  Auf dem Foto in der Mitte befindet sich die erste gasbefeuerte Ampel der Welt, die 1868 in Betrieb genommen wurde.´´  

Seinen von den Berlinern gegeben Spitznamen als ,, Little Manhatten´´ vertrat der Potsdamer Platz meiner Ansicht nach perfekt. Als ich zwischen den hohen und beleuchteten Gebäuden mit Glasfassaden  stand, breiteten sich in mir nur Glücksgefühle aus. Ich verliebte mich in diesen  Ort.   Es herrschte eine  lebhafte und aktive Atmosphäre voller verschiedener Menschen, die einfach gute Laune hatten, auch am spätem Abend.

So fühlte sich eine Großstadt an, so fühlte sich Berlin an.



Für die kommenden Tage standen für uns viele Aktivitäten an, unteranderem auch die drei Stündige Stadtrundfahrt am zweiten Tag direkt am Morgen. Um 10 Uhr stiegen wir in unsern Bus ein und natürlich nahm ich den Platz am Fenster. Obwohl viele von der Rundfahrt nichts hielten, freute ich mich auf sie und wollte es in vollen Zügen genießen.
Die Rundfahrt hatte viel zu bieten : Eine erfahrene und humorvolle Reiseführerin, ein Starbucks Getränk und viele Sehenswürdigkeiten.



Holocaust - Mahnmal
( Denkmal für die ermordeten Juden Europas )
Checkpoint Charlie


,,Omar´´ Moschee Kreuzberg
Hinter dem Orientexpress


East Side Gallery
,,Sozialistischer Bruderkurz´´
von
Dmitri Wladimirowitsch Wurbel 1991



Spree an der East Side Gallery , Berlin Mitte


Berliner Fernsehturm
Alexanderplatz
( Europas vierthöchstes und freistehendes Gebäude )


Außer der Rundfahrt sahen wir natürlich in den restlichen drei Tagen auch jede Menge an   anderen Plätze und Gebäuden, die man einmal in Berlin gesehen haben muss. Wie das  Brandenburger Tor (Pariser Platz) , den Bundestag, das Olympiastadion und die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ( ehemalige Untersuchungshaftanstalt von  der Staatssicherheit der DDR von 1951 bis 1989 )  



Pariser Platz, Berlin

Brandenburger Tor mit Quadriga , Pariser Platz Berlin Mitte


Nach dem langen Spaziergang auf der Straße namens ,, Unter den Linden ´´, stand ich endlich vor dem Brandenburger Tor am Pariser Platz . Ich dachte ich mir : ,, Das ist er also ; das berühmte Tor.´´.  Ein Platz voller fröhlichen Touristen, die lächelten und Selfies schossen. Obwohl der Brandenburger Tor schön genug war, hat er es nicht in meine Favoriten geschafft. Es gab viele andere Orte, die etwas schöner waren.
Leider wird der Brandenburger Tor bei der Gesellschaft immer in den Vordergrund gestellt und somit werden die anderen Sehenswürdigkeiten leicht vergessen oder erst gar nicht gekannt. Vielleicht war das auch der Grund, weswegen er es nicht in meine Favoriten schafte und ich ihn als ´´0815´´ ansah.



Reichstagskuppel, Deutscher Bundestag Berlin

Reichtagskuppel/Terrasse, Deutscher Bundestag Berlin



Anders sah es bei dem deutschen Bundestag und bei dem Olympiastadion aus. Die Architektur des Glaskuppels bei dem Reichstag und die Aussicht waren einzigartig.


Aussichtsterrasse Reichstag, Deutscher Bundestag Berlin


Es war einer besten Aussichten, die ich in meinen Leben je gesehen hatte. Ganz Berlin unter den Augen, eine neue Perspektive von der Stadt, die man nur von dort aus zu sehen bekommt. Atemberaubend


Olympiastadion ( Innen ) , Berlin



Genau mit diesen zwei Adjektiven würde ich genauso auch den Olympiastadion beschreiben. Ein mächtiger Stadion mit stolzen 74475 Sitzplätzen. Meine Community auf Instagram würde dort ca. 3,6 mal rein passen. D.h. jeder hätte etwa drei Sitzplätze ;) Die Architektur des Stadions hat mich ebenso begeistert, am meisten die Glasfassade, die ohne Säulen als eine Abschirmung dienen soll. Deswegen : Ein Dank am Rande an die GMP ( Gerkan, Marg und Parter ) für die Renovierung in dem Jahr 2000 für 242 Mio. Euro.



Olympiastadion ( Außen ), Berlin



Als letzte soziale Aktivität am vorletzten Tag, besuchten wir dann einen Ort mit trauriger Hintergrunds Geschichte. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen . Ein Stasi-Gefängnis, der noch aus der DDR stammt. Mittlerweile natürlich nicht mehr Betrieb. Der authentische Ort lädt als Museum, Dokumentations- und Begegnungszentrum sowie als Ort der Erinnerung ein.


Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Häftlingszelle, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen


Als wir durch alten Korridoren gingen, bemerkte ich einen bedrückenden Gefühl in mir. Alles in dem Gefängnis war noch im Originalzustand d.h. ;  Tapeten, die so langsam ihren Kraft aufgaben, Vinylböden, die einen sehr alten Zustand bekommen hatten und altes Mobiliar  aus Holz. Alles noch von 1951 und grade diese Details sorgten in mir für diesen Gefühl. Der Rundführer, der selber zu dieser Zeit im Gefängnis inhaftiert war  führte uns durch den ganzen Gefängnistrakt, zeigte uns die Zellen und erklärte, unter welchen Bedingungen er und die damaligen Inhaftierten gefangen halten wurden. Er sagte, dass das Schlimmste die Folter war. Es wurde zwischen physischer und psychischer Folter unterschieden. Unteranderem auch die Schlafentzugsmethode. Das Ziel war es, aus den Gefangenen ein Geständnis herauszupressen, das sie dann auch unterschrieben. Die Inhaftierten wurden so lange gequält, bis sie beispielsweise unterschrieben, dass sie Agenten oder Spione seien, obwohl sie ganz normale Bürger in der DDR waren.
Nach all diesen Informationen kam mir der Gedanke, dass das alles da passiert ist, wo ich grade stand. Auf diesem Fußboden, neben diesen Mobiliaren, in den Räumen mit diesen Tapeten. Eine grausame Vorstellung. 

Mehr möchte ich jetzt aber nicht darauf eingehen, weil jeder sich von diesem Ort selber ein Bild machen sollte. 



Weil wir jeden Tag eine strickten Zeit -und Ablaufplan voller Tätigkeiten hatten, blieben uns bei drei bis vier Stunden Freizeit pro Tag nicht viel Zeit fürs shoppen. So muss ich leider zugeben, dass ich die KaDeWe ( Kaufhaus des Westens ) nicht besuchen konnte. Mit dem Kurfürstendamm ( besser genannt auch : Kudamm ) sah es leider fast ähnlich aus. Vielleicht habe ich dort nur 1 1/2 Stunden verbracht ; definitiv zu wenig. Doch ich muss auch gestehen, dass wir uns in Berlin gar nicht auskannten und uns deswegen meisten verliefen.
Wir hatten viel Zeit in Anspruch gekommen um die Stadt kennenzulernen. Aus diesem Grund brauchten wir meistens 20 bis 30 Minuten um von A nach B zu kommen.
Doch zum Glück war die Mall of Berlin nicht weit von unserem Hotel entfernt und wir konnten uns dort bisschen austoben.


Die Tage verflogen wie im Flug, obwohl wir jeden Tag ca. um 02 Uhr einschliefen, 07 Uhr 30 aufwachten und am Tag etwa 13 Stunden unterwegs waren. So kamen dann auch täglich 12 bis 16 Km zusammen, die wir trotz der S-Bahn gelaufen sind. Dann stand auch sehr schnell der letzte Abend an.






Am letzten Abend vor der Abreise, gingen wir alle zusammen in einem schönen amerikanisch designtem Restaurant in der Nähe vom Kudamm essen. Was wir aßen war natürlich ein riesen Burger mit Hühnerfleisch. Eine angenehme, gemütliche und ruhige  Ambiente mit einem Hollywood-Charme  wurde kostenlos mit serviert





 Route 66 Diner , Berlin
Pariser Straße 44  

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Nachdem wir auf aßen, zogen wir durch die Straßen von Berlin. Durch volle, lebhafte Straßen gegen 23 Uhr. Anschließend entschieden wir uns wieder zum Potsdamer Patz zu gehen um dort den  letzten Abend bzw. die letzte Nacht ausklingen zulassen. Als die U-Bahn die Haltestelle erreichte, stiegen wir aus und liefen in die Richtung der Cine Star Original neben dem Sonycenter.


Snapchat / Kubilay_Ko

Schließlich kamen wir an dem Campus von dem Cine Star Original an, wo eigentlich die Filmpremieren in Deutschland stattfinden. Eine abgedeckte und etwas dunkele Location mit ein paar Restaurants, mit einem Brunnen und vielen Sitzmöglichkeiten.




Wir schnappten uns unsere Starbucks Getränke und setzen uns an einem bequemen Plätzchen.  Ich trank wieder meine absoluten Lieblings Getränk, den Very Berry Refresha in Venti. Es war der beste Platz um einfach mal zum ´´chillen´´, nach den ganzen anstrengenden Tagen. Die Sitzmöglichkeiten waren breit und tief genug, um sich auch hinlegen zu können. Mit den Lieblings Menschen, einem leckeren Getränk und einer schönen Location, konnte der letzte Abend nur perfekt werden. 




Am nächsten Morgen stand die Abreise und damit wieder die lange Fahrt an. Also standen wir an dem Tag früher auf, machten unsere Zimmer fertig, packten unsere Koffer und zogen uns bequeme Klamotten an. Bevor ich meinen Zimmer verließ, guckte ich zum letzten mal aus dem Fenster und genoss die schöne Aussicht zu dem Gebäude der Postbank, den man perfekt von den großen Fenstern aus sah. Gegen 08 Uhr 30 verließen wir unseren Hotel und fuhren wieder zurück. Ehrlich gesagt war der Abschied von Berlin schwerer als Gedacht. Die wundervolle Stadt hatte in kurzer Zeit meinen Herz erobert. Damit fiel bei mir auch eine gewisse Entscheidung. Ich dachte mir : ,, Wenn es mit Düsseldorf nicht klappt, werde ich nach Berlin ziehen.´´


In den ganzen fünf Tagen hatte mich Berlin nur positiv überrascht. Mir fiel fast nichts negatives auf. Auch nicht in Kreuzberg. Ich muss ehrlich betonen, dass Kreuzberg echt mit vielen Vorurteilen zu kämpfen hat. Viele Vorurteile hatte ich selber auch, doch diese haben sich in keinster Weise bestätigt. Die gesamte Stadt ist einfach einzigartig auch, wenn sie 24 Stunden lang laut ist. Sie ist bunt voller verschiedener Nationalitäten, Menschen und unendlichen Möglichkeiten.



Berlin ; es war nicht das letzte Mal, dass ich dich besucht habe.



Was denkt Ihr über die Hauptstadt? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! :-)





x Kubilay











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x Kubilay.

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